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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

"Die deutsche Energiewende als Exportschlager?"

Nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 war Deutschland das Land, das die revolutionärsten Veränderungen durchgeführt hat: Ein vollständiger Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 war das zentrale Ziel der proklamierten deutschen Energiewende. Darüber hinaus hat Deutschland schon zur Jahrtausendwende mit dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) einen Fördermechanismus auf Basis von Einspeisevergütungen eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energie voranzutreiben. Die grundsätzlichen Fragen sind nun, wie die konkreten Ziele der Energiewende im Detail aussehen und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind um die definierten Ziele zu erreichen. Ein weiterer Aspekt sind die Kosten einer solchen Energiewende und wie die Verteilung dieser Kosten auf einzelne Sektoren aussieht. Wer sind die Gewinner dieser Energiewende, wer die Verlierer und welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen sind zu beobachten? Vor allem aber wird im Rahmen dieser Energiegespräche diskutiert, was andere Länder von der deutschen Energiewende lernen können und zu welchem Teil diese exportierbar ist.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Reinhard Haas, Energy Economics Group TU Wien

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"Stromnetze der Zukunft: Sind die europäischen Netze fit für die Energiewende?"

Steigende volatile Stromerzeugung durch Photovoltaik und Wind, sowie zum Teil große Entfernungen zwischen Angebot und Nachfrage als auch der steigende Vernetzungsgrad (z.B.: Smart Meter), stellen die europäischen Stromnetze vor eine große Herausforderung.

Das österreichische Stromnetz gilt als ausfallsicher, doch was passiert, wenn der Auslöser für ein etwaiges „Blackout“ in einem unserer Nachbarländer stattfindet und das gesamte europäische Stromnetz davon betroffen ist? Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es einen massiven Netzausbau geben muss, um zukünftige Herausforderungen zu meistern, oder ob kleinere dezentrale Versorgungseinheiten in Kombination mit Speichern ausreichen, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Letztendlich hängt die Beantwortung dieser Frage auch mit den damit verbundenen Kosten zusammen und wer diese Kosten zu tragen hat. Eines ist jedoch klar: Die Stromnetze der Zukunft müssen mit diesem veränderten Umfeld zurechtkommen, um ein hohes Maß an Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Martin Kugler, Die Presse

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"Anreizsysteme zur ökologischen Steuerreform"

Um die ökologische Steuerreform ist es in Österreich – anders als etwa in Deutschland – sehr ruhig geworden. Es bleiben aber nur mehr sieben Jahre Zeit, um die Emissionen so weit zu reduzieren, dass die Klimaziele 2020 erreicht werden.

Welche Mechanismen sind notwendig, um zu einem sparsameren Umgang mit Energie anzuregen, aber gleichzeitig auch Anreize für mehr Beschäftigung zu schaffen und die Wirtschaftlichkeit innovativer Energietechniken zu stärken? Wie können Unternehmen motiviert werden, neue umweltfreundlichere Technologien zu entwickeln?

Eine ökologische Steuerreform könnte Antworten auf diese Fragen geben, allerdings fehlt es am politischen Willen.

Mit Beiträgen von:


Moderation: Gerhard Hofer, Die Presse

"Sanierungsbremse Wohnrecht?"

Dem Gebäudebereich kommt für die Erreichung der energie- und klimapolitischen Zielsetzungen eine zentrale Rolle zu. Rund ein Drittel des Endenergieverbrauchs wird für die Bereitstellung von Raumwärme, Warmwasser und Kühlung in Wohn- und Nichtwohngebäuden aufgewendet. Hier gibt es große Einsparpotenziale. Allerdings wird In Österreich im Gebäudebereich zu wenig saniert. Gemäß Energie- und Klimastrategie sollten jährlich 3 % des Gebäudebestands thermisch-energetisch verbessert werden. Schon seit Jahren liegt die Sanierungsrate allerdings nur bei rund einem Prozent.
Im Zuge der Energiegespräche werden einerseits die Potenziale von umfassenden Sanierungen für die Erreichung der österreichischen Energie- und Klimaziele aufgezeigt, andererseits die Standpunkte verschiedener Institutionen und Fachverbände zu Änderungen des Wohnrechts vorgestellt.

Mit Beiträgen von:


Moderation: Günther Strobl, DER STANDARD

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"Ist die österreichische Elektrizitätswirtschaft auf die PV-Revolution vorbereitet?"

Die kumulierte installierte Leistung an Photovoltaik in Österreich ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Waren es 2009 noch etwa 50 MWpeak, so hat sich dieser Wert bis Ende 2011 mehr als verdreifacht. In den aktuellsten Marktanalysen ist zu erkennen, dass sich dieser steile Anstieg weiter fortsetzt. Gleichzeitig sind die mittleren Anlagenpreise merklich gesunken und „Grid Parity“ kann in Österreich, als auch in anderen europäischen Ländern, in den nächsten Jahren erreicht werden. Die vermehrte Verfügbarkeit von PV-Strom in den Mittagsstunden hat bereits dazu geführt, dass die Großhandelspreise durch den „Merit-Order–Effekt“ zu diesen Zeiten erheblich gesunken sind. Es stellt sich somit die Frage, wie die österreichische Elektrizitätswirtschaft mit der steigenden volatilen, dezentralen Erzeugung und den damit einhergehenden veränderten Marktbedingungen umgehen kann.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Reinhard Haas, Energy Economics Group, TU Wien

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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.