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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

"Auf der Suche nach dem flexiblen Stromkunden"

Durch das stetig steigende Angebot von Strom aus variablen erneuerbaren Energieträgern steigt der Bedarf nach Flexibilität im Stromsystem. Auch verbraucherseitige Maßnahmen können in diesem Kontext in Zukunft eine große Rolle spielen. Kunden selbst – unter anderem bedingt durch die steigende Anzahl privat errichteter PV-Anlagen – werden immer mehr zu Produzenten (Schlagwort: Prosumer) oder zumindest zu aktiven Systemteilnehmern, die in Zukunft auch Speicherkapazitäten und flexible Nachfrage gezielt anbieten können. Neue technische Lösungen, Marktdesigns und Geschäftsmodelle sind gefragter denn je um diese Flexibilitätsoptionen auch ausschöpfen zu können. Demand Side Management (DSM) und Demand Response sind aber nichts Neues, sondern werden in verschiedener Form schon seit langer Zeit betrieben. Auf der Suche nach den „flexiblen Stromkunden“, die aktiv am Markt teilnehmen, stellen sich unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche Anreize können den Kunden geboten werden, damit sie sich an Flexibilisierungsmaßnahmen beteiligen?
  • Ist das Verbrauchsverhalten von Kunden durch Anreize überhaupt beeinflussbar, und wenn ja, wie müssen diese ausgestaltet sein?
  • Was unterscheidet neue derzeit diskutierte Flexibilisierungsmaßnahmen und künftige Geschäftsmodelle vom klassischen DSM?

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Herbert Lechner, Österreichische Energieagentur

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"Revolution des Ausgleichs- und Regelenergiemarktes?"

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Stromnetz bedarf es eines ständigen Ausgleichs von Erzeugung und Verbrauch. Aufgrund volatiler Erzeuger, vor allem Photovoltaik und Wind, und unvorhergesehenen Verbrauchsänderungen kommt es entweder zu einer Überlieferung oder Unterlieferung des Netzes. Diese Abweichungen müssen durch die Netzbetreiber mit Hilfe des Einsatzes von Regelenergie ausgeglichen werden.

Da der Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie als auch die Kosten hierfür in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind, ist es notwendig Strategien zu entwickeln, um diese Kosten zu senken und dennoch die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Dabei spielen die Implementierung und der Betrieb eines europäischen Regelenergiemarktes sowie auch die Integration volatiler Erzeuger als Anbieter für Systemdienstleistungen eine wichtige Rolle. Wie das Framework für einen europäischen Ausgleichs- und Regelenergiemarkt aussehen könnte und wer welche Kosten zu tragen hat wird in den kommenden Energiegesprächen diskutiert.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Hans Auer, Energy Economics Group TU Wien


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"Gas in der Krise?"

Durch die derzeitige geopolitische Krise in der Ukraine ist die Verwundbarkeit unseres Energiesystems auch in einem größeren öffentlichen Rahmen präsent. Diese Krise verdeutlicht die Notwendigkeit die Importabhängigkeit und die Versorgungssicherheit der österreichischen und der gesamteuropäischen Gasversorgung zu hinterfragen. Wechselwirkungen und gegenseitige Abhängigkeiten unterschiedlicher Energieträger werden durch einen Gasversorgungsausfall immer deutlicher (z.B. Domino-/Kaskadeneffekte bei der Wärmeerzeugung beim Wechsel von Gasthermen auf Stromheizungen). Andererseits ist nicht nur die Versorungssicherheit ein großes Thema, es sind auch die langfristigen Vertragsbindungen und die dementsprechenden Gaspreise in einem dynamischen und globalen Energiemarkt ökonomisch zu diskutieren. Die Rentabilitätsprobleme von vor allem gasbefeuerten Kraftwerken in einem stark veränderten Energiemarkt beeinflussen schon heute die Versorgungssicherheit einzelner Regionen in Österreich. Wie weit die physikalischen aber auch wirtschaftlichen Gasversorgungsstrukturen einer "Krise" stand halten wird in den kommenden Energiegesprächen diskutiert.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Reinhard Haas, Energy Economics Group TU Wien
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"Im Graubereich der Energie"

Langsam aber sicher wandert der Begriff „Graue Energie“ ins Bewusstsein mündiger KonsumentInnen. „Graue Energie“ bezeichnet dabei jene Energiemenge, die für die Herstellung, den Transport, oder etwa für die Kühlung bei der Lagerung, aber auch für die Entsorgung eines Produktes benötigt wird. Alle Vorprodukte als auch der Energieeinsatz aller Produktionsprozesse werden dabei berücksichtigt. Ökologischer Rucksack, Energieeffizienz, Ökobilanz – wir werden immer häufiger und unter verschiedenen Bezeichnungen mit dieser „unsichtbaren“ Energie konfrontiert, die in praktisch allen Produkten steckt. Das gilt für Lebensmittel und Kleidung genauso wie für Photovoltaikanlagen, Elektroautos und für viele andere Dinge des täglichen Lebens. Bei den kommenden Energiegesprächen widmen wir uns unter anderem den Energetischen Rückzahlzeiten sowie dem Problem der Grauen Energie aus wirtschaftlicher Sicht.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Bernhard Schmidt, Technisches Museum Wien
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"Teure Energie - keine Industrie?"

Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen bei den Energiepreisen steht die Zukunft des Industriestandortes Europa im Brennpunkt der wirtschaftspolitischen Diskussion. Die Europäische Kommission hat dazu Anfang 2014 einen Bericht vorgestellt, der die Auswirkungen der Umgestaltung der Märkte für Strom und Gas untersucht hat. Die Förderung von Schiefergas und die günstigen Preise für Gas und Strom in den USA führen derzeit zu Restrukturierungen im Industriebereich. Inwieweit ist dadurch der Industriestandort Europa tatsächlich gefährdet? Welche Standortvorteile hat Europa bei fortscheitender Internationalisierung zu bieten, welche müssen verbessert werden? Und wo macht es keinen Sinn, andere Regionen überbieten zu wollen? Die Bedeutung von Energiepreisen für den Industriestandort Europa soll bei diesen Energiegesprächen aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet werden.

 

Begrüßung und Einleitung: Peter Traupmann, Österreichische Energieagentur

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Günther Strobl, Der Standard

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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.